Es gibt Tage, die gibt es gar nicht.

Nun, genaugenommen gibt es sie natürlich schon, aber es wäre besser wenn es sie tatsächlich nicht gegeben hätte. Jeder kennt diese Tage, behaupte ich jetzt einfach mal. Es sind solche Tage an denen man morgens förmlich aus dem Bett fällt - natürlich mal wieder viel zu spät, die erste Kippe des Tages am falschen Ende anzündet und sich den Kaffe über das frischgewaschene, weiße Lieblingshemd schüttet weil er verflucht nochmal arschheiß war und sich damit zu guter letzt noch ein paar Körperteile mehr verbrennt als nur die Zunge.

Tja, und das war heute mal wieder so ein Tag. Das Wetter draußen war zum weglaufen, grau, kalt, naß und trübe und ich war ungefähr so beschissen drauf wie eine Babywindel. Abends war ich echt glücklich daß dieser Tag dann wohl bald zuende sein würde. Da ich allerdings zuerst noch ein wenig Entspannung nötig hatte drehte ich mir erst einmal eine ordentliche Tüte, mit dem Vorhaben daß wir zwei beide es uns noch ein wenig gemütlich machen würden. Gut, vielleicht war so ein Riesenjoint für eine einzelne Person leicht übertrieben, aber meiner Meinung nach konnte ich das nach einem solchen Tag wirklich gut gebrauchen.

Irgendwann, als die silbern schimmernden Klänge von Depeche Mode's "It's no good" sanft durch die Lüfte schwebten und das gelb der Sonnenblumen auf meinem Tisch in meiner Nase kitzelte hatte ich endlich das Gefühl daß ich mich niemals besser gefühlt hatte. Dieser häßliche Tag schien inzwischen so weit weggerückt, daß ich tatsächlich nur schwer glauben konnte er hätte wirklich jemals existiert.
Zufrieden vergrub ich die Füße in einem Stapel leise flüsternder Kissen und inhalierte violett leuchtenden Rauch. Fasziniert blickte ich um mich und bestaunte, was die Welt auf einmal für Wunderdinge für mich produzierte.

Ich zog ein weiteres mal tief an der Tüte, doch als ich die Augen wieder öffnete sah ich plötzlich irgendwie doppelt. Nicht unbedingt so wie man es sich im Vollsuff vorstellt, sondern eher als würde man durch eine Art Prisma schauen. Leicht entsetzt kniff ich die Augen zusammen und schüttelte mich, in meinem Kopf klirrte es als wäre mein Hirn in tausend Scherben zersprungen, worauf ich entschied das besser sein zu lassen und mich dazu zwang die Augen wieder zu öffnen.

Das seltsame Doppelbild war verschwunden, was mich erst einmal erleichterte, aber trotzdem war hier keineswegs wieder alles normal - noch nicht einmal für meinen derzeitigen Zustand.

Der ganze Raum schien um mich herum irgendwie zerknittert und verkrüppelt zu sein, so als hätte man ihn nach der letzten Wäsche zu Bügeln vergessen. Überall hatten die Wände Kanten und Sprünge und der Boden kräuselte sich wie das Meer bei Sturmflut. Zuerst wurde mir mal kotzübel davon, ich hatte das Gefühl als würde ich grasgrün anlaufen, also blieb ich still sitzen und wartete geduldig ab, bis ich mich mit der Situation mal provisorisch abgefunden hatte. Das nenn ich vielleicht mal ein Stöffchen, dachte ich mir und entschied das nächste mal ein wenig vorsichtiger zu dosieren.

Ich wagte es, mich ein wenig umzusehen. Manche Teilstücke des zersplitterten Raumes fingen an, in den verschiedensten Farben zu wabern und zu schillern. Alles sah so aus als würde man in einen zerbrochenen Spiegel sehen. Ich bildete mir sogar ein, auf einem dieser Raum-Bruchstücke Formen zu erkennen, nur sehr vage zuerst, doch schließlich wurde es klarer und zeigte so etwas wie ein Bild. Ich konnte allerdings nicht so recht erkennen was es sein sollte, also wagte ich mich auf meine zittrigen Beine und wankte halb ängstlich, halb neugierig zu dem seltsamen Splitter hinüber. Ich wußte noch gar nicht so richtig was ich mit alledem hier anfangen sollte, so einen Trip hatte ich noch niemals gehabt, geschweige denn daß ich überhaupt von etwas vergleichbarem je gehört hatte. Dementsprechend war mir auch recht unbehaglich zumute, da ich aber derzeit nicht allzu klar denken konnte schwankte ich weiterhin auf dieses Etwas zu.

 

Nun, ein Bild war es jedenfalls nicht so ganz, es war vielmehr wie ein Film der dort auf einem zerfaserten Stück Bildschirm mitten in der Luft ablief. Verwirrt betrachtete ich das ganze eine Weile und streckte schließlich die Hand aus um diesen Splitter Sonstwas zu berühren. Doch, Schock! Meine Fingerspitzen griffen ins Leere und meine Hand verschwand ohne Widerstand zu spüren in diesem Fragment, und mein Arm gleich dazu als ich ihn überflüssigerweise nachschob um in einem Anfall von kompletter Mattscheibe zu erforschen wohin die Hand eigentlich verschwunden sein mag. Erklären konnte ich es mir jedenfalls nicht, ganz besonders so zugedröhnt wie ich war. Also übersprang ich einfach den Nachdenkprozess und schob den Rest meines Körpers der auf dieser Seite der Welt am Arm hing auch noch hindurch. Schlichte, bekiffte Blödheit in Reinform!

Farben explodierten in lautlosem Lärm und mein Geist war eine giftgrüne Gewitterwolke über dem öden Land meines Fleisches - und dann wurde es schwarz.

Als das Licht wieder kam erkannte ich die Szene die ich in dem Raum-Splitter gesehen hatte sofort wieder. Nur, daß ich mich diesmal mitten drin befand.

Diese Zimmer war glücklicherweise nicht so zerbrochen wie mein eigenes, dafür aber unbeschreiblich geschmacklos eingerichtet, sodaß es mir augenblicklich wieder speiübel zumute war. Das riesige Durcheinander vor mir aus Kissen, Laken, Decken, Armen und Beinen konnte ich einwandfrei als Bett identifizieren, sogar mit Insassen, und zwar zwei davon, wie ich an der Anzahl der Beine erkennen konnte, offenbar unterschiedlichen Geschlechts, der Beschaffenheit ihrer Behaarung nach zu urteilen. Ich beschloß, die Situation mal als Ganzes zu Betrachten - mit eindeutigem Ergebnis.

Ein reichlich unbekleideter, unförmiger Kerl ritt auf einer genau so hüllenlosen weiblichen Gestalt herum die ich nicht näher erkennen konnte, da mir die Masse des Mannes im Blickfeld war. Er grunzte hauptsächlich, während sie schon ein stückweit silbenreicher war: "Jaaah, weiter! Nicht aufhören!! Ooooh mein Goohott!!"

So ein billiger, kleiner, dreckiger Film!' schoß es mir durch den Kopf.

Und ich mitten drin, in so 'nem Streifen ... Großartig! Noch ehe ich knallrot anlaufen konnte und mir Gedanken darüber machte wie ich nur in eine derartige Sauerei-Produktion gelangen konnte, kreischte es auch schon so schrill, daß ich ganz vergaß den Regisseur zu suchen um ihn zu vermöbeln.

"Iiiiih, da ist jemand!"

Der Kerl hielt inne, grunzte noch einmal entrüstet und wandte sich zu mir um mir direkt ins Gesicht zu starren.

"Was tun sie hier !!!" Gute Frage, das hätte ich nämlich selbst gerne gewußt.

"Rrrraussss! Soforrrrt!" Der Kerl wälzte sich umständlich von der Frau, die ziemlich bemalt und ziemlich blond war, wie ich nun endlich erkennen konnte, und machte Anstalten auf mich loszugehen. Trotz aller weiteren Umstände bekam ich irgendwie die Panik. Ich wirbelte herum und ergriff ziellos die Flucht.... und stolperte.

Ich fand mich auf dem Fußboden wieder. Er hatte die falsche Farbe, nein, eigentlich die richtige - glücklicherweise, denn es war mein Fußboden auf dem ich mich letzten Endes wiederfand, und mein Zimmer, das genauso zersplittert und zersprungen war wie vorher. Ich rappelte mich auf und sah mich um. Eines der Bruchstücke zeigte einen wahnsinnig häßlichen nackten Kerl der in einem unbeschreiblich scheußlich eingerichteten Zimmer irritiert hin- und herrannte.

Na gut, ich war noch immer zugekifft bis unter die Schädeldecke, was ja auch kein Wunder war, schließlich hatte ich die Tüte meines Lebens verräuchert. Vermutlich war das gerade einer dieser seltsamen klaren Momente, jedenfalls stand fest daß ich gerade den absoluten Hammertrip hatte. Ich dachte eine Weile genauer darüber nach und kam zu folgender Erklärung: die ganze Geschichte hier ist wie einer dieser Träume bei denen man genau weiß daß man träumt und sie deswegen verändern kann. Trotzdem scheint alles real, solange man noch träumt.

Hey cool! Das ist ja fast so wie dieses Holodeck bei Raumschiff Enterprise!' schoß es mir durch den Kopf, und ich fand allmählich Gefallen an der ganzen Situation. Das solltest du ausnützen solange du noch so übel dicht bist! Eine astreine Option, kein Zweifel, und so fing ich an eine passende Szenerie zu suchen.

Mein Hirn begann bereits die haarsträubendsten Situationen zu produzieren, doch irgendwie hatte ich einfach zu viele Filme gesehen. Einige Spiegelteile fingen an zu wabern und zu fließen bis sich schließlich das Bild zeigte an das ich gedacht hatte. Und je öfter ich es versuchte um so leichter fiel es mir.

Was würdest du tun, wenn du alle Möglichkeiten hättest, ohne Rücksicht auf Realität und ohne Konsequenzen. Was für einen Traum würdest du dir am liebsten erfüllen wollen, als Superman durch die Luft fliegen, einmal James Bond sein, den Weltraum mit der Enterprise durchkreuzen. Oder vielleicht etwas ganz anderes. Was würdest du tun.

Das Gras hatte mich ein wenig hemmungsloser gemacht und so kam ich auf einen Gedanken den ich ansonsten schnellstmöglichst wieder beiseite geschoben und mir eingeredet hätte daß ich niemals an so was gedacht hätte.

Aber ich denke daß sich jeder schon mal gefragt hat wie das eigentlich ist. Und das hier war die Gelegenheit. Da alles strenggenommen nicht real war, war auch nicht mehr viel dagegen einzuwenden.

Ich suchte die Raumfragmente ab und fand schließlich die richtige Szene. Dann konzentrierte ich mich noch mal auf alles, und ging durch den Splitter hindurch.

 

Ich fand mich wieder in stockfinsterer Nacht, draußen an einem Straßenrand. Die Nachtluft war kühl, ein Auto fuhr vorbei und verschwand in der Düsternis, dann war alles wieder ruhig. Ich blickte auf, auf der anderen Seite der Straße befand sich eine kleine Tankstelle. Ein Mann tankte gerade seinen Wagen auf, ansonsten war es ruhig. Ich sah zunächst flüchtig an mir hinab und erkannte, daß mein Zugedröhntes Hirn sogar imstande war mir zu anderen Klamotten und noch einigen Accessoires zu verhelfen, was mir einen verblüfften aber nichtsdestotrotz breiten Grinser ins Gesicht trieb. Dann überquerte ich die inzwischen von allen Autos verlassene Straße die irgendwo draußen aus dem rabenschwarzen Nichts der Nacht kam und auf der anderen Seite auch dort wieder verschwand.

Mit langen Schritten steuerte ich auf den Laden zu, der Mensch der vorhin getankt hatte trat vor mir durch die Tür, lies sie achtlos hinter sich zufallen und sperrte damit mal abgesehen von mir eine ziemlich übel riechende Parfümwolke vor dem Laden aus. Leicht verärgert stieß ich die Tür wieder auf, noch bevor sich die Duftwolke in der kühlen Nachtluft aufgelöst hatte und betrat das kleine Geschäft das zu der Tankstelle gehörte.

Ein wenig zögerlich drückte ich mich zunächst zwischen den Regalen herum die mit diversen Knabbereien und Getränken zugepackt waren. Und nun? Dumme Frage, das ist dein ganz persönlicher Traum, und jetzt tust du das weswegen du hergekommen bist.

Und damit sprang ich hinter den Regalen hervor, zog die kleine, mattschwarze Pistole aus meinem Hosenbund und brüllte so laut und eindrucksvoll wie ich nur konnte "Das is'n Überfall!"

Der Tankwart blickte plötzlich nicht mehr ganz so gelangweilt drein wie vorher als er den Kerl im Anzug bedient hatte. Entsetzt lies er das Wechselgeld fallen und blieb wie versteinert stehen, seine rotgeäderte Schnapsnase verlor schlagartig jedwede Farbe. Der andere sah aus wie ein aufgeschrecktes Kaninchen dem man die einzige Fluchtmöglichkeit genommen hatte.

Zugegeben, ein etwas komisches Gefühl hatte ich dann doch bei dem was ich gerade tat, aber was soll's, nichts ist real. Und wenn ich ehrlich bin gefiel mir das da immer besser. Man kommt sich so richtig schön groß und mächtig vor, also machte ich weiter mit meinem Tankstellenraub und beschloß dieses Gefühl gründlich zu genießen.

"O.K., Alter," sagte ich zu dem ziemlich ungepflegten Typ hinter dem Tresen und stapfte auf ihn zu wobei ich besonders viel Wert darauf legte bösartig zu wirken.

"Mach die verdammte Kasse auf und hol den ganzen Kies raus den du da drin stecken hast, und zwar pronto!" polterte ich ungehobelt und lies ihn tief in meinen Pistolenlauf schauen.

"Aber schön einpacken, wenn's geht. Und vergiß die rote Schleife nicht, is nämlich mein Geburtstagsgeschenk.

"B-bitte n-nicht schießen!" ließ sich's von rechts vernehmen, der aufgedonnerte Kerl in seinem schönen Anzug war recht kleinlaut geworden, und sein Aftershave hatte inzwischen eine dezente Note von kaltem Schweiß bekommen.

" Halt einfach die Backen, dann überleg ich's mir vielleicht!" meinte ich trocken wie ein Bierfaß nach 'ner Gartenparty und grinste in mich hinein.

Dem Tankwart hatte es komplett die Sprache verschlagen. Still vor sich hin schwitzend räumte er die Kasse aus und stopfte alles brav in eine Plastiktüte. Zu schade daß hier alles so schön reibungslos ablief. Ein wenig mehr Action wäre eigentlich nicht schlecht, dachte ich mir, da die Situation so wie sie war dann doch allmählich langweilig wurde.

Wortlos stellte der Tankwart die gut gefüllte Tüte auf dem Tresen ab, der Schnösel der so etwa zwei Meter neben mir stand brachte auch nicht viel mehr fertig als zittern und bibbern und ängstlich dreinschauen. Vielleicht hätte ich warten sollen bis noch ein paar Leute mehr da waren ...

Argwöhnisch blickte ich zuerst zum Tankwart, dann zu dem anderen Kerl, und schließlich wieder zurück, keiner rührte sich. Etwas enttäuscht angelte ich also nach der Tüte und richtete Probehalber meine Knarre auf den sowieso schon reichlich aufgelösten Anzugträger.

"B-bitte, n-nein n-nicht!" meinte er weinerlich.

Ich grinste bösartig und begann, mich langsam Richtung Tür in Bewegung zu setzten, die Kanone weiterhin auf den Mann gerichtet. Ganz langsam, nur nichts übereilen. Den Tankwart hätte ich beinah vergessen, wenn nicht der andere Typ auf einmal zu kreischen begonnen hätte und sich völlig planlos wie einen Sack Kartoffeln auf den Boden hätte fallen lassen.

 

Ein Schuß knallte durch den kleinen Laden, so laut daß ich zuerst dachte ich könnte mich von meinem Trommelfell verabschieden. Ich hechtete hinter das Regal aus dem ich anfangs hervorgesprungen kam, da der Schuß nicht aus meiner Waffe stammte. Es ging alles so rasend schnell, mein Puls beschleunigte von Null auf hundert in 2,31 Sekunden und alles verschwamm auf einmal.

Zwei weitere Schüsse.

Dann Grabesstille.

Als ich wieder zu etwas ähnlichem wie einer Wahrnehmung imstande war, fand ich mich auf dem Boden liegend wieder. Kalte, graue Fliesen, von Straßenschmutz bedeckt ... also immer noch die Tankstelle. Ich rappelte mich mühsam auf nachdem ich festgestellt hatte daß soweit alles in Ordnung war, zumindest mit mir - sofern man diesen Traum hier überhaupt als in Ordnung bezeichnen konnte. Das nenn ich einen Adrenalinschub! Stellt garantiert alles andere in den Schatten was es auf der großen weiten Welt sonst noch so gibt. Ich fühlte mich regelrecht high, und daran war ausnahmsweise nicht das Gras Schuld das ich geraucht hatte.

Vorsichtig sah ich mich um. Es dauerte eine Weile bis ich kapiert hatte wo sich die Leute befanden, die gerade eben noch mit mir in ein und demselben Raum gewesen waren.

Der Anzugträger lag schlapp auf dem Boden vor der Theke. Sein Hemd war nicht mehr so makellos weiß wie es vorher gewesen war. Ein kurzer Blick über die Theke und auf den Boden dahinter bestätigte meine Theorie was wohl vorgefallen sein mag. Der ganze Raum roch nach Schießpulver und meine Pistole rauchte noch träge vor sich hin.

Außer mir rührte sich nichts mehr in der kleinen, verlassenen Tankstelle irgendwo im Nichts einer zugekifften Phantasie.

"Du meine Güte, was für ein schlechter Film!" sagte ich so zu mir und wankte halb benommen zur Tür.

 

Ich wachte irgendwann auf, komplett orientierungslos. Und selbst nachdem ich die Augen aufgeschlagen hatte brauchte ich eine Zeit lang um zu kapieren wo ich überhaupt war.

Ich stellte relativ erleichtert fest daß ich wohl auf meinem Sofa eingeschlafen sein mußte, und zwar daheim in meiner Wohnung, wo mein Sofa auch hingehörte. Trotzdem stimmte irgendwas nicht, aber ehrlich gesagt war ich diesmal verdammt glücklich deswegen.

Der Raum sah wieder ganz normal aus, glatt und plattgebügelt wie man das von einem anständigen Raum auch erwartete, es war kein einziger Raumzeit-Splitter mehr übrig geblieben.
"Ich glaube, du kiffst zuviel!" bemerkte ich zu mir selbst als ich mich vage an die zwei seltsamen Filme erinnerte die ich gestern geschoben hatte, und war zumindest schon mal froh darüber daß ich die beiden Phantasiegebilde von gestern Abend, insbesondere den letzten nicht auch noch im Nachhinein mit der Realität verwechselte, sonst hätte ich mir wahrscheinlich allmählich wirklich ernsthafte Sorgen machen müssen.

Mal abgesehen davon ging es mir richtig beschissen, als hätte mich eine Herde Dinosaurier plattgewalzt, was zwar heutzutage nicht mehr sehr wahrscheinlich war, sich aber zweifellos so anfühlte. Ich zwang mich angestrengt dazu aufzustehen. Draußen war es bereits hellichter Tag, was mich in gewisser Weise in Panik versetzte. Ein Blick auf die Uhr - verflucht ... verschlafen! Mein Chef reißt mir den Kopf ab!

Schlagartig war mein Kater vergessen. Ich sprang eilig auf - irgendwas polterte schwer zu Boden. Als der Raum um mich aufgehört hatte zu schwanken sah etwas auf dem Teppich liegen was ich irgendwo schon mal gesehen hatte - und wobei mir irgendwie alles andere als wohl war.

Auf dem Fußboden lag eine kleine, mattschwarze Pistole.