
Seit dem Sommer 2005 nähe und interessiere ich mich für historische Mode. Angefangen hat das ganze mit den Tournürenkleidern der späten victorianischen Epoche, doch allmählich entwickelte ich Interesse für das elizabethanische Zeitalter für das ich mich durchaus auch über die Mode hinaus interessiere.
Etwas haarig ist zugegeben die Bezeichnung "authentisch". Ich weiß zwar einiges über historische Kleider und deren Verarbeitung, lerne aber auch fortlaufend dazu. Manchmal versuche ich mich an die alten Techniken soweit anzunähern wie ich kann, aber gerade beim Material muss man immer Abstriche machen. Ich kann nach originalen Schnitten arbeiten aber Stoffe werden heutzutage anders hergestellt als früher, und auch mein Konto macht Seidensamt und Brokate aus Seide und mit echten Goldfäden nicht mit ;) , daher muss ich immer Kompromisse finden, versuche aber immer Naturmaterialien zu verwenden - schon mal des Tragekomforts wegen.
Unterm Strich zählt für mich der stimmige Eindruck für die Epochen die ich "originalgetreu" darstellen möchte. Wenn ich an Material und Technik dann nicht super-korrekt bleiben kann stört es mich nicht. Wichtig ist mir nur daß ich weiß wo ich nicht hundertprozentig korrekt gearbeitet habe, auch um interessierten Leuten etwas über die Mode vergangerener Tag erzählen zu können.
Renaissance (und Mittelalter) - bis ca 1600
Die späte Renaissance ist meine absolute Lieblingsepoche, dementsprechend versuche ich auch so nah am historischen Vorbild zu arbeiten wie es mir möglich ist.
Zeitlich halte ich mich bevorzugt zwischen 1570-90 auf, mit Vorliebe für spanische und deutsche Mode, Ausrutscher kommen aber vor ;)
Mittelalter mache ich für mich selbst eigentlich nicht, da ich aber mit meinem Burgund-Kleid noch grade so am späten Mittelalter entlanggeschrammt bin hab ichs der Vollständigkeit halber mit in die Überschrift gepackt ;) ... ansonsten mag ich Mittelalter nicht.
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Barock: 1600-1700
Während am Anfang des 17. Jahrhunderts (bis ca 1620-30) noch die spanische Mode des spätes elizabethanischen Zeitalters vorherrschend war entwickelte sich alsbald eine schlichtere Mode mit fliessenden Formen die weniger steif und künstlich wirkte. Schöne Beispiele findet man auf Gemälden des Künstlers Jan Vermeer.
Regionale Unterschiede gab es natürlich auch.
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Rokoko: 1700-1800
Für mich eher eine Neben-Epoche für die ich lange Zeit nicht so wirklich viel Begeisterung aufbringen konnte. Vornehmlich halte ich mich hier im späten Rokoko auf, also ca 1770-1790.
Derzeit hab ich nur recht schlichte bürgerliche Ausstattung.
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Victorianisch: 1830-1900
Auch wenn es die Epoche ist die für mich die "Einstiegsdroge" war ... Ambitionen in Richtung historisch korrekt arbeiten habe ich inzwischen hier nicht mehr, da mir zwar die Kleiderformen gut gefallen, die Zeit an sich aber für mich eher uninteressant ist.
Eigentlich müssten einige Kleider hier eher in Gruftiges gesteckt werden, ich lass das aber trotzdem mal so hier eingeordnet.
Die Victorianische Epoche beinhaltet natürlich eine ganze Reihe verschiedener Modestile die ich jetzt nicht alle schon ausprobiert hab, das früheste ist momentan mein Natural Form Kleid von ca 1875.
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